Similajau Nationalpark

Hierher verirren sich nicht viele: ein Tag in Bintulu

Am 04.10 nahmen wir den Flieger von Kuching nach Bintulu. Bintulu lockt eigentlich kaum Touristen an. Es gibt auch nicht wirklich was zu sehen. War aber auch mal schön in einer Stadt unterwegs zu sein, die nicht so sehr auf dem Touristenradar liegt.

Bintulu ist bekannt für die umliegenden Öl-Raffinerien. Wir flogen hin, weil der Nationalpark Similajau ganz in der Nähe ist. Bintulu wäre auch ein guter Ausgangspunkt für den Ort Belaga gewesen, bei dem wir uns noch nicht sicher waren, ob wir ihn besuchen wollten. Und wenn nicht, waren wir schon ein ganzes Stück weiter nördlich, d.h. sowieso unterwegs in die richtige Richtung. Wie du siehst, wir waren noch ein wenig unentschlossen, wo es als nächstes hingehen sollte.

In Bintulu war das Transportmittel der Wahl mal wieder die App Grab. Ähnlich wie Uber jedoch in Malaysia deutlich beliebter, funktionierte es für uns immer dort fantastisch, wo es keine oder nur schlechte öffentliche Verbindungen gab, so eben in Bintulu. Mit Grab fuhren wir daher auch zum Similajau Nationalpark.

Die einzigen Besucher im Similajau Nationalpark

Dort angekommen, schienen wir die einzigen Besucher des Parks zu sein. Auch nicht schlecht.

Den Reiz des Similajau Nationalparks machen eigentlich die vielen einsamen Strände aus (außer an den Wochenenden, da kommen die Einheimischen).

Hinter den Stränden Similajaus befindet sich nur der Dschungel , keine Straße, keine Anlagen, herrlich.

Nationalpark ist er aber wegen der Schildkröten, die am Turtle und Golden Beach ihre Eier ablegen. Die kommen leider tagsüber nicht an den Strand, d.h. wir rechneten auch nicht damit welche zu sehen.

Dafür warnten wieder große Schilder vor Krokodilen. Vielleicht würden wir ja diesmal eines sehen?

Aber wir bekamen leider oder vielleicht auch glücklicherweise keines zu sehen. Denn irgendwie wird einem in der Nähe von Flüssen oder Flussmündungen an Stränden schon mulmig zu Mute, wenn man überlegt, dass hier ein Krokodil warten könnte. Hier sind nämlich die ordentlichen, gefährlichen Brocken, die Leistenkrokodile unterwegs.

Wandern im Similajau Nationalpark

Wir wanderten die 7 km zum Turtle Beach, überquerten dabei zig Bäche (meist über kleine Stege) und einige Flüsse. Ständig wehte eine angenehme Brise durch die Bäume vom Meer zu uns. Was sehr herrlich war, um die Bewegung bei der Hitze und Feuchte angenehmer zu machen.

Der Wind, ab und zu das Meeresrauschen und Krabben auf dem Weg, erinnerten daran, dass man unweit des Meeres wanderte. Die meiste Zeit sah man davon nämlich nichts, außer man nahm, wie wir, die Abzweigungen, die zu einigen schönen Stränden führten, bevor man am Turtle Beach ankam.

Diese Strände wurden allerdings, wie die meisten asiatischen Strände, von Müll geschmückt, der angeschwemmt wurde. An den Similajau Stränden, war das jedoch glücklicherweise nicht übermäßig viel.

Der Sand des Turtle Beach war deutlich feiner, verglichen zu den vorigen Stränden. Hier legten wir eine kleine, schöne Mittagspause ein.

Bisher waren wir keiner Menschenseele begegnet. Erst als wir gemütlich im Schatten am Turtle Beach abhingen, erklang ein leises „Hi!“ hinter uns. Außer uns hatte sich auch der Deutsche Richard hierher verirrt.

Wieder keine Krokodile für uns also, dafür gabelten wir Richard auf und fuhren nach einem schönen Strand-Wander-Tag gemeinsam nach Bintulu zurück.

Übrigens: Hier haben wir dann endlich Krokodile gesehen!

Liebe Grüße Anna & Chris!

Similajau Nationalpark

Anfahrt

Es fahren keine öffentlichen Verkehrsmittel zum Similajau Nationalpark.

Hinkommen kann man mit dem Taxi, Grab oder Uber. Preis für einen Grab: ca. 36 MYR.

Für den Rückweg sollte man sich aber die Handynummer eines Grab-Fahrers speichern, bzw. sich mit diesem verabreden. Alternativ kann man sich vom Nationalpark ein Taxi rufen lassen (teurer). Achtung, nur so lange das Büro offen hat (bis 17 Uhr).

Am Wochenende, wenn die Einheimischen hierherkommen, kann man vielleicht auch zurück trampen. Dann ist der Park aber auch voll. Ansonsten muss man ein ganzes Stück bis zur Hauptstraße vorlaufen, um eine Mitfahrgelegenheit zu ergattern.

Nationalpark Gebühr

20 MYR

Unterkünfte

Übernachtungsmöglichkeiten können über die Sarawak Forestry gebucht werden.

Da im Park nicht viel los ist (außer an Wochenenden, da kommen die Einheimischen), kann es sicherlich ein schönes Erlebnis sein dort zu übernachten.

Es gibt eine Kantine im Park, mit adequaten Preisen, so dass man keine Lebensmittel mitbringen muss.

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Gaga

Hi Anna, wie sollte man sich denn verhalten, wenn man einem Krokodil begegnet? Und was wenn er attackiert?

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