Unsere erste House Sitting Erfahrung

Da sind diese großen, braunen, treuen Augen.

Du hast sie sehr lieb, obwohl du sie erst etwas über eine Woche kennst. Sie schauen dich an. Fragend. Traurig?

Sie merken, dass etwas nicht stimmt. Du willst es ihnen nicht sagen, aber sie wissen es sowieso. Du verlässt sie gerade und siehst sie sehr wahrscheinlich nie wieder. Nie nie wieder. 🙁

Neben den braunen Augen sind da aber auch noch blaue und grüne.

Und welche, die leicht durch Haare zugedeckt sind. Insgesamt 5 weitere an der Zahl.

Du willst sie alle verabschieden, am besten alle nochmal drücken. Aber du weißt es macht es nur schwieriger.

Nein, am liebsten willst du gar nicht gehen! Aber du musst.

Darum bringst du es lieber schnell hinter dich. Tür zu. Nicht zurückschauen. Einfach gehen.

Geschafft. Du stellst aber fest: Du hast Tränen in den Augen.

Unsere erste Erfahrung mit House Sitting – oder wie alles begann

Vor einigen Monaten, da waren wir noch in Asien. Wir wussten aber schon, dass wir Anfang des Jahres nicht weiter so schnell reisen wollten wie bisher.

Wir wussten noch nicht wohin wir wollten. Das Einzige das klar war, war, dass wir langsamer unterwegs sein mochten. Vielleicht vorerst in Europa bleiben? Und dann sollte es eben auch günstig sein.

Da hatte Christoph eine Eingebung:

House Sitting? Moment, das habe ich doch schon Mal gehört.

Ah ja, stimmt! 💡 Da fiel es mir wieder ein. Und meine Reaktion:

House Sitting, davon hatte ich schon vor Jahren gehört und mir gedacht, dass ich das gerne ausprobieren würde. Aber irgendwie passte es bisher einfach nicht zu unserem Reisestil. Deswegen haben wir es nie versucht.

House Sitting? Was ist das?

House Sitting stellt eine win-win-Situation dar.

Auf der einen Seite gibt es die Tier- und Hausbesitzer, die gerne Urlaub machen würden. Geht in der Regel aber nur ohne Haustier.

Dieses können und wollen sie, verständlicher Weise, nicht alleine lassen. Mist, der Urlaub ist dahin!

Auf der anderen Seite gibt es Menschen, die tierlieb sind und gerne individueller verreisen möchten. Sie würden sich liebend gerne um ein Zuhause und ein Haustier kümmern, wenn sie dafür umsonst unterkommen könnten.

Diese zwei Parteien werden zusammengebracht und schon sind wir beim: House Sitting.

(Mehr Infos erhältst du in unserem ausführlichen House Sitting Beitrag)

Auf geht’s! Wir werden House und pet sitter!

Jetzt also nach 5 Monaten reisen, jetzt endlich passte House Sitting zu unserem Reisestil.

Wir wollten etwas länger an Orten bleiben, wieder einer täglichen Routine nachgehen. Zeit für uns und unseren Blog und unsere Zukunft haben.

Und wenn unsere lange To-do-Liste abgearbeitet wäre, dann auch gerne die Umgebung intensiver kennenlernen.

Wir lieben Tiere, hatten uns aber bisher aufgrund unserer vielen Reisen keine zugelegt.

Also beschlossen wir Ende 2017 in Asien: 2018 werden wir House Sitter!

Aber wo würden wir denn gerne House sitten?

Na gut, irgendwann muss man sich doch mal die Frage stellen wo man hin will. Wir können uns ja nicht an tausend Orten für einen House Sit bewerben.

Wir stellten uns einen schönen House Sit im Süden Europas vor. Damit es nicht ganz so kalt ist. Am besten in der Natur. Hm, das wäre herrlich.

Wir wollten zwar gerne einen längeren House sit, aber das Problem ist, dass lange House sits natürlich nicht auf den letzten Drücker ausgeschrieben werden und dann auch noch an „unerfahrene“ House sitter, wie uns, vergeben werden.

Also begaben wir uns auf die Suche nach kürzeren House Sits, mit mindestens 5 Tagen.

House Sit in Dänemark?

Hä? Habt ihr nicht gerade gesagt ihr wollt in den Süden?

Ja schon, aber irgendwie haben wir dort nichts Passendes gefunden. Und dann fanden wir eben einen House Sit in Dänemark. Unweit vom Meer und mitten in der Natur.

Wollen wir nach Dänemark?

Warum eigentlich nicht? Ja! Wir genossen es gerade unheimlich die klare, kalte Luft zu atmen und kühle Winterspaziergänge zu machen.

Und das Haus in Dänemark hätte einen Wald direkt vor der Tür und das Meer um die Ecke. Das wäre so toll!

Wir bewarben uns also für unseren ersten House Sit!

Die erste Hürde war geschafft. Es gab ein Skypetelefonat, sozusagen ein Vorstellungsgespräch. Wir waren absolut positiv gestimmt und hofften sehr, dass wir den House sit bekommen.

Tja. Sie entschieden sich aber gegen uns. Schrieben uns nicht Mal eine Absage. Das erfuhren wir nur, weil wir feststellten, dass der House Sit anderweitig vergeben wurde. Doof.

Nachdem sich das Paar gegen uns entschieden hatte, waren wir irgendwie traurig. Wir hatten uns schon zu sehr darauf eingestellt.

Das Komische war, stellten wir beide fest, dass wir uns tatsächlich am meisten auf den Hund gefreut hatten und es deswegen schade fanden.

House Sitting Erfahrung: 1. Enttäuschung nach Absage

So, jetzt aber Kopf hoch.

Na gut. Kann man nichts machen, schauen wir uns nach etwas anderem um. Und dann entdeckten wir ein neues Inserat: House Sitter in Andalusien gesucht!

Zwischen Gibraltar und Marbella. Mit fantastischer Aussicht auf Gibraltar und Marokko.

Wow! Klingt das gut!

Und die Tiere? 6 Hunde und 14 Katzen. Hm, Schluck. Das sind aber viele.

Wir schauten die Fotos an. Die Hunde sahen absolut süß aus, wie sie da so auf der Couch rumlagen.

Von den 14 Katzen leben nur 3-6 im Haus. Ok, das geht noch.

Hey, das muss gehen, denn irgendwie müssen die Besitzer ja auch ein „normales“ Leben führen.

Sollen wir das wirklich machen?

Irgendwie hatten wir einfach gleich ein gutes Gefühl. Wir lasen auch die Bewertung eines vorhergehenden Sitters, die uns beruhigte.

Wir bewarben uns und nicht mal einen Tag später, wir konnten es kaum glauben, bekamen wir die Zusage!

Unser Wunsch in den Süden Europas zu gehen hatte sich erfüllt.

House Sitting Erfahrung: 2. Die herzlichste Begrüßung unserer Reise

Wir wurden vom Flughafen von unserem freundlichen englischen Gastgeber abgeholt.

Als wir beim Haus ankamen und die Tür geöffnet wurde, kamen gleich alle Hunde auf uns zugestürmt. Es war unglaublich. Unglaublich schön!

Einer der Hunde hüpfte auf uns zu und schleckte unser Gesicht ab. Nachher erfuhren wir, dass er gerne Katzen „Pfui“ nascht. Oh. 😯

Aber egal, es war so niedlich so überaus herzlich empfangen zu werden.

Die Besitzer waren auch echt freundlich. Sie behandelten uns wie Gäste und wir fühlten uns gleich wohl.

Es waren überaus tierliebe Menschen, die so viele Tiere hatten, weil sie Streuner aus der Umgebung aufnahmen.

Wir fühlten uns wohl, die Besitzer fühlten sich wohl mit uns und fuhren daher entspannt in ihren Urlaub. Während wir eine tolle Zeit mit den Tieren hatten.

Arbeit getan: Zeit für Unternehmungen

Wir genossen es eigentlich so sehr mit den Hunden, dass wir kaum unterwegs waren. Außerdem hatten wir ja auch schon vom Haus aus und beim Spazierengehen fantastische Ausblicke.

Aber man reist ja nicht an einen anderen Ort, nur um auf Tiere aufzupassen. Es geht ja auch  darum den Ort zu erleben. Dafür blieb uns genügend Zeit, selbst mit 6 Hunden und 14 Katzen. 😉

House Sitting Erfahrung: 3. Eine kurze aber sehr intensive Beziehung

House Sitting Erfahrung: Kuscheln mit Hund

Wir hatten die Tiere so gern und vermissen sie noch immer. Vielleicht sehen wir uns ja wieder. Hoffentlich!

Daisy, Honey, Cindy, Bella, Molly und Toby, sowie die lieben Katzen, die abends immer alle strammstanden, um gefüttert und für die Nacht hereingelassen zu werden.

Aber vor allem Lenny, den süßen behinderten Frechdachs, der so gut zurechtkommt, obwohl er, aufgrund einer spina bifida, praktisch keine Hinterbeine hat.

Die hübsche und flauschige Chloe, den dreibeinigen Timmy und Tinker.

Das waren jetzt wohlgemerkt nicht alle. 😉

House Sitting Erfahrung: 4. Trauriger Abschied

So begann sie also, unsere Karriere als House Sitter.

Mit Tränen in den Augen setzten wir uns schweren Herzens ins Auto.

Bewegungslos in Stille versunken, saßen wir kurz da.

Dann schauten wir uns an, rissen uns zusammen und machten uns auf den Weg zu unserem nächsten House Sit.

Für’s House Sitting nutzen wir TrustedHouseSitters*. Wenn du dich auch dort anmelden möchtest, kannst du das z.B. über unseren Affiliate Link tun. Wir erhalten dafür eine kleine Provision, die zur Finanzierung dieses Blogs beiträgt. Dir selbst entstehen dadurch keinerlei Zusatzkosten.

In unserem ausführlichen House Sitting Beitrag, kannst du dich umfassend zum Thema informieren.

Liebe Grüße Anna & Chris!

Ein Video zu unseren House Sits folgt ebenfalls.

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Hallo ihr beiden……
Ich finde house-sitting oder pet-sitting auch ganz toll. Habe ich vor kurzem auch gemacht – allerdings war das privat vermittelt. Möchte das aber nun auch als Möglichkeit sehen das öfters mal zu machen wenn ich schon bald wieder lange unterwegs bin.

Weiter so. Euer baby-blau ist richtig hübsch.

LG Heike

Was für ein hübscher und kreativer Blog! Euer House sitting Artikel ist richtig schön geschrieben, eine tolle Abwechslung zu anderen Blogs. Man merkt euch an, wie auch das Thema nahegeht. Macht weiter so!
Liebe Grüße

Susanne

Schon oft darüber gelesen, hab mich aber nicht getraut das einmal selbst auszuprobieren. Wir doch einmal Zeit das zu testen.
Euer Beitrag stimmt einen schon mal Positiv. 🙂

Erst mal Gratulation zum Namen Eures Blogs. „Blog auf Meer“ macht nämlich wirklich auch Lust, mehr von Euch und Euren Reisen zu erfahren. Von der Möglichkeit des House Sittings habe ich so noch nie gehört, aber das finde ich wirklich eine super Gelegenheit Land und Leute kennen zu lernen und so „langsamer“ zu reisen. Und wenn man dann so einzigartige Plätze wie Ronda in Andalusien entdecken kann, einfach toll! Alles Liebe, Petra

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