Spaziergänge in Yogyakarta

Vor Yogyakarta: Eine Nacht in Jakarta

Nach 2,5 Tagen Völlerei und Malls, nahm uns ein AirAsia-Flieger wieder mit nach Indonesien. Gelandet in Jakarta.

Ein Mal durch das Verkehrschaos mit dem Flughafenbus. Rausgelassen wurden wir nahe des Stadt-Highways.

Nur noch ca. 2 km zurück den Highway entlang (der Bus konnte da jedoch nicht halten) bis zu unserer Unterkunft. Hier musste aber irgendwo auch ein öffentlicher Bus fahren. Aber wo hielt der?

Aha: die Busse hielten mitten auf dem Highway an den Mittelleitplanken. Doch wie zum Teufel sollten wir dort hinkommen? Die Autos fuhren richtig schnell! Und es handelte sich um eine dreispurige Straße. Und der Bus hielt in der Mitte. What?

Begeistert von der Verkehrsführung

Wir gingen also erst Mal auf die nahegelegene Brücke, um das Ganze von oben zu betrachten. Und da machte es klick. 💡 Wir waren ganz begeistert.

Der Bus hatte hier seine eigene Spur, abgetrennt vom Verkehr. Von der Mitte der Brücke führten Treppen runter zu einer Plattform, von der aus man zusteigen konnte. Ganz wie bei einem Zug, nur eben für einen Bus.

So kamen wir ohne Probleme mit dem Bus zur Unterkunft. Und was gab es hier in der Nähe: eine Mall! 😉

Da es schon recht spät war, wir früh aufstehen mussten (Zug um 6:15 musste erwischt werden) und wir keine Lust hatten, was zu Essen zu suchen, setzten wir also unsere Mall-Serie fort. 😆

4:00 Uhr, der Wecker klingelt

Warum so früh? Hatte ich schon Mal erwähnt, dass mein Mann immer auf Nummer sicher gehen muss?

Das Taxi hatten wir also auf 4:30 bestellt (der Zug ging um 6:15, Entfernung zum Bahnhof: 9 km)! Ja klar, bestimmt gibt es auch um diese Uhrzeit meeega Verkehr in Jakarta. 🙄 Ich gab nach.

Wir waren um 4:45 am Bahnhof! 😆 Ganze 1,5 Stunden zu früh (haha).

Egal, ich war fit, konnte beim Warten was lesen, alles gut. Und wer hat die meiste Zeit der Zugfahrt durchgeschlafen. 😛 Ein Tipp: ich war es nicht.

Zufahrt von Jakarta nach Yogyakarta

Die Zugfahrt von Jakarta nach Yogyakarta hatten wir gemacht, da Einige, die wir unterwegs trafen, sie als Highlight beschrieben hatten. Und ich fahre allemal lieber Zug als Bus.

Man kann sich bewegen, auf Toilette gehen und hinausschauen. Landschaftlich war die Strecke schön, aber nicht so spektakulär, dass man die Zugfahrt allein aus diesem Grund machen musste. Vielleicht saßen wir aber auch auf der falschen Seite?

Wenn man aber sowieso in diese Richtung muss, dann klare Wahl: Zug.

Nach 8 gemütlichen Stunden Fahrt, waren wir in Yogyakarta angekommen.

Alte Kontakte in Yogyakarta aufleben lassen

Noch auf der Zugfahrt kontaktierte ich einen indonesischen Bekannten aus der Studienzeit. Er hat in Wien promoviert, bevor er in seine Heimat Yogyakarta (kurz Yogya) zurückkehrte.

Wir schrieben per WhatsApp. Leider hatte er genau in dem Zeitraum, in dem wir in Yogya waren, eine Tagung in der Schweiz, zu der er sich gerade auf den Weg machte. What? Sehr schade.

Während wir in Yogya ankamen, boardete er gerade seinen Flug nach Jakarta, um dann weiter nach Europa zu fliegen. Echt doof gelaufen.

Ach bleiben wir doch länger in Yogyakarta?

Da wir uns in Yogya sehr wohl fühlten, blieben wir etwas länger als gedacht. Außerdem konnten wir in unserer Unterkunft herrlich schlafen, denn ausnahmsweise wurden wir, trotz Nähe zur Moschee, nicht um 5 Uhr morgens durch den Muezzin geweckt.

Das muss man ausnutzen! Die Abende konnte man bei angenehmen Temperaturen um die 20°C fast schon mit Pullover genießen.

Yogyakarta selbst hatte nicht DIE großen Highlights an Sehenswürdigkeiten, es ist die Atmosphäre der Stadt, die diese so angenehm macht.

Man findet viele ruhige Straßen, kann durch süße enge Gässchen spazieren und immer wieder begegnet einem Sprayerkunst an den Wänden.

Die Menschen waren freundlich und unaufdringlich.

Yogyakarta: Im Gado-Gado Himmel

Darüber hinaus konnte man hier gut essen gehen und die gute (aber teure) Monggo Schokolade – hergestellt in Yogya mit Kakaobohnen aus Sulawesi und Sumatra – probieren.

Die vielen westlichen Restaurants wurden vor allem von jungen Indonesiern besucht und wir genossen auch mal wieder wirklich köstliche Pizza und Pasta.

Zusammen mit Adrien und Audrey, die mit uns die Nachtbusfahrt auf Sumatra druchlebt hatten und jetzt auch in Yogya waren.

Aber auch das indonesische Essen kam nicht zu kurz. So bestellten wir uns an einem Abend eine indonesiche Rijsttafel, die allemal für mehr als 2 Personen gereicht hätte.

Und während ich auf Sumatra nur selten mein Lieblingsgericht Gado-Gado an Straßenständen fand, so gab es hier an jeder Ecke einen Warung (einfaches Straßenrestaurant) oder Stand mit Gado2. Ich war im Gado-Gado Himmel!

InfoBoxGado2

Gado-Gado (Gado2), auch Lotek genannt, ist ein indonesisches Gericht aus gekochtem Gemüse oder Salat (oder auch beides gemischt) garniert mit einer leckeren, mal scharfen (mal nicht scharfen) Erdnuss-Sauce. Dazu gibt es meist Ei, Kartoffeln, Reis oder Reiskuchen, Tempeh oder Tofu und Krabbenchips. Mmmhh, so gut. Man weiß eigentlich nie wie das Gado2 genau ausfällt, bevor man es bestellt. Daher Achtung, wenn man ein Gado2 mit frischem Gemüse erhält (wie auf einem der unteren Bilder), das könnte auf den Magen schlagen. Mit mehreren Wochen Südostasien hinter mir, traute ich mich und es ging gut.

Jalan Malioboro in Yogyakarta

Beim Spaziergang entlang der Marktstände der Malioboro Straße (=Jalan) wird einem sicher nicht langweilig.

Die Verwandlung des Alun-Alun in Yogyakarta

Dann ist da der staubige Platz Alun-Alun. Hier kann man junge Leute beobachten, wie sie versuchen mit verbundenen Augen zwischen den einzigen zwei Bäumen auf diesem Platz hindurchzulaufen.

Man sagt, wer es schafft blind zwischen diesen hindurchzugehen, der wird Glück im Leben haben.

Wir wunderten uns noch, warum nicht ein einziger Grasbüschel auf diesem tristen Platz wächst, war es doch sonst eher grün in Yogya. Doch die Überraschung kam am Abend, als dieser öde Platz in eine Art Jahrmarkt, der seinesgleichen sucht, verwandelt wurde.

Hunderte Menschen fand man hier, sobald sich die Sonne verabschiedet hatte. Mobile Restaurants mit kleinen Tischen wurden aufgebaut.

Und das Highlight für jeden Indonesier, der Yogyakarta besucht, waren die witzig ausgeleuchteten Tretautos.

Kitschig-schrill, mit Hello-Kitty, Superman, Pikachu oder ähnlichen Motiven geschmückt, blinkten sie um die Wette.

Grinsend und fröhlich lachend treppelten die Indonesier in diesen Gefährten ein Mal um den Platz.Während die Lautsprecher der Autos sie mit lauter Partymusik antrieben.

Wer hätte dies beim Anblick dieses Platzes bei Tag erwartet?

Noch ein bisschen Sightseeing in Yogyakarta?

Aber auch die Sehenswürdigkeiten, wie der Sultanspalast Kraton (die Batik Ausstellung bietet interessante Infos zur Batik-Tradition) und der Wasserpalast, waren für uns sehr schön zu erkunden.

Den deprimierenden Vogelmarkt besuchten wir nur, weil wir an einem Laptop-Tag einen Mittags-Spaziergang brauchten und dieser unweit unserer Unterkunft war.

Außer allerlei Vögeln, konnte man hier auch Fledermäuse, Reptilien, Katzen und Hasen erstehen. Die einen ganz ordentlich gehalten, die anderen eher ein tristes Dasein fristend.

Von Yogyakarta aus kannst du schöne Tagesausflüge zu den bekannten UNESCO Weltkulturerbe Tempel Borobudur & Prambanan oder zur Goa (Höhle) Jomblang unternehmen. Mehr Infos zur Organisation, Anfahrt und Kosten findest du in den verlinkten Beiträgen.

Schaue dir in unserem Video unten an, was man alles Schönes in und um Yogyakarta unternehmen kann.

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Liebe Grüße Anna!

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Video-Link: https://youtu.be/be-5MgJfxbI

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Gabriela

Beim Lesen knurrte mein Magen und die Lust ein “Gado” zu probieren, wuchs . Ich Frage mich, um man bei uns in Wien diese Speise probieren kann…

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