Malls, Malls, Malls in Kuala Lumpur

Jetzt waren wir doch nicht so lange auf Sumatra geblieben, wie gedacht.

Wir wussten, die Insel ist groß, aber wenn man dann erst vor Ort ist und die Entfernungen (bei den schlechten Straßenverhältnissen) erlebt, wird einem besonders bewusst, wie riesig diese Insel ist.

Und die ganze Insel mit einem Visum für „nur“ 4 Wochen erleben? Niemals zu schaffen!

Reisestress trotz Bruchteil Weltreise

Wir hatten – wohlgemerkt bevor wir einen Fuß auf Sumatra gesetzt hatten – den Plan, auch den Süden etwas zu erkunden (wenn wir schon die nördliche Region Aceh ausließen) und von dort nach Java überzusetzen.

Doch bei der noch bevorstehenden Entfernungen und mit 9 verbleibenden Tagen Visum, würden wir die Zeit wahrscheinlich überwiegend in unbequemen Bussen verbringen. Und das mit Ausreisestress im Nacken.

Hatten wir keine Lust drauf. Darum buchten wir uns Flüge von Padang nach Kuala Lumpur und „zurück“ nach Java.

Ein Umweg, aber wir wollten weiter in Indonesien bleiben und auf diese Weise unser Visum „verlängern“.

Ah, wie angenehm…

Nach den stressigen Straßen der Städte auf Sumatra war das „westliche“ Kuala Lumpur eine entspannende Abwechslung. Und ich freute mich riesig auf gutes, günstiges indisches Essen, kam aber, wie ihr später noch sehen werdet, nur ein Mal in diesen Genuss.

Denn wir verbrachten unsere Tage in Kuala Lumpur mit etwas, das wir sonst im Urlaub nie tun:

Abhängen in Malls!

Mir waren einige Dinge kaputtgegangen, die ich jetzt ersetzen bzw. reparieren lassen wollte. Zum Beispiel waren meine beiden langen aber leichten Hosen gerissen.

Ich hatte zwar Nähzeug dabei, hatte sie auch provisorisch genäht, aber meine alte Leinenhose war ohne Flicken nicht mehr zu retten.

Ich hatte mich für die Reise nicht mit neuen Dingen ausgestattet. Warum auch, hatte ich doch alles was ich brauchte schon vorher. Und wollte es eben erst ersetzen, falls es kaputtgeht. Ja auch so was gehört zu einer langen Reise.

Im Konsumrausch

Wir ließen also insgesamt „ganz schön viel Geld“ in Kuala Lumpur. Relativ gesehen.

Ganz schön viel heißt: Wir drohten unser Budget mit dem Essen in den Malls zu sprengen, das natürlich deutlich teurer ist, als in einfachen Restaurants oder auf der Straße (wo wir sonst aßen).

Wir gönnten uns teure Cappuccini (auch nicht teurer als bei uns daheim 😆 ) und ich entdeckte die Donuts wieder, von denen ich seit meiner Reise nach Indonesien 2013 schwärmte.

Daher stopften wir uns fast jeden Tag mit Donuts voll, was nicht nur unser Budget, sondern auch unsere Klamotten zu sprengen drohte.

Ok, ich übertreibe ein bisschen. So teuer war es dann doch nicht.

Nur die Relationen ändern sich, wenn man in Südostasien unterwegs ist und ein Budget einhalten will, aber Ausnahmen dürfen doch auch mal sein.

Merdeka

Am 1.9 war Unabhängigkeitstag in Malaysia (Merdeka). Wieder ein Unabhängigkeitstag, den wir mitfeiern durften.

Und während man in Deutschland Einkaufszentren an so einem Tag schließen würde, wunderten sich die Leute hier eher über die Frage, ob die Malls an Merdeka geöffnet hätten.

Nach dem Motto: „Wer würde denn sein Geschäft an einem Tag schließen, an dem alle Leute shoppen wollen?!?“. Also konnte ich noch meine restlichen Erledigungen tun, puhhh.

Jedenfalls freuten wir uns (wieder zufällig bzw. ungeplant) diesen Tag miterleben zu können. Überall hingen Malaysische Flaggen in klein und groß: an Gebäuden, Autos, im Hotel und in Geschäften.

Dort gab es auch spezielle „Merdeka-Angebote“. Das Rathaus wurde nachts mit der Flagge Malaysias ausgeleuchtet und um Mitternacht des 31.08 wurde der Unabhängigkeitstag mit Feuerwerk eingeleitet. Es war ein spezieller, nämlich der 60., Unabhängigkeitstag.

Invasions Blockbuster

Am nächsten Tag ließ man im Rahmen einer Parade alles auffahren und vorfliegen, was das Militär zu bieten hatte. Wir beobachteten das aus der Ferne einer Zugplattform auf dem Weg zu einer Mall. 😆

Auf der gegenüberliegenden Straße konnte man eine Kolonne von Panzern und anderen Militärfahrzeugen beobachten.

Hubschrauber, Flugzeuge und Jets in Formation düsten an uns vorbei. Hubschrauber zündeten Rauchsignale (in den Farben der Malaysischen Flagge), als Sie über unsere Köpfe hinwegknatterten und unser Zug gerade einfuhr.

Das Ganze war irgendwie unheimlich, wie sie zwischen den Hochhäusern hindurchmanövrierten und erschien ein bisschen wie in einem Hollywood-Alien-Invasions-Blockbuster (oder wie in Godzilla). 😀

Liebe Grüße Anna!

Hier haben wir die Kamera mal aus gelassen.

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