Mount Bromo auf eigene Faust: Am Tor zur Hölle

Auf geht’s! Den Bromo auf eigene Faust erleben!

Hier geht’s direkt zu den Infos in der Infobox.

Wir hatten uns jetzt zwei Tage Erholung vom Scooter gegönnt, doch jetzt mussten wir wieder dran glauben. Wie immer wollten wir die Dinge selbst erleben.

Die Fahrt zum Mount (Vulkan) Bromo auf eigene Faust stand an und würde uns durch eine Sandwüste führen. Daher hatten wir uns einen ordentlichen Roller geliehen. Nagelneu und blitzeblank wartete der Roller auf uns. Im Vergleich zu den vorigen Modellen war er sogar recht bequem.

Mit einer Enduro den Bromo erleben

Geplant war eigentlich eine Enduro auszuleihen. Wir hatten jedoch umdisponieren müssen, da die Maschinen ohne Spiegel, Blinker, Rücklicht, Kennzeichen und Papiere (!) verliehen wurden und damit zwar gelände- aber eher „straßenuntauglich“ waren (zumindest nach Ansicht der Polizei und natürlich, wenn zwei Europäer darauf fahren).

Wir mussten ein langes Stück auf öffentlichen Straßen fahren, bevor es ins Gelände gehen würde und wurden in Yogyakarta bereits von der Polizei kontrolliert (nur die Papiere vom Roller, nicht der Führerschein 😯 ).

Uns empfahl der Mitarbeiter des Enduro-Verleihs: „Tut einfach so, als ob ihr kein Englisch versteht, falls euch die Polizei überprüft“. 😆 Aber nicht falsch verstehen: Der Verleih hat uns sofort auf die „Besonderheiten“ bezüglich der Enduros hingewiesen!

Ok doch Roller: Bromo auf eigene Faust ohne Tour

Man kann den Bromo natürlich auch im Rahmen einer Tour besichtigen, doch wir wollten uns auch hier die Zeit gerne selbst einteilen. Ein privater Jeep lässt sich ebenfalls anmieten.

Es besteht auch die Option direkt im Ort Cemoro Lawang, der unweit vom Bromo liegt und daher recht teuer ist, zu schlafen.

Die meisten machen diese Tour zum Sonnenaufgang, wenn hunderte von Jeeps und Menschen die Aussichtspunkte verstopfen. Es gibt aber auch weniger überlaufene Aussichtspunkte (mehr Infos in der InfoBox), so dass es durchaus möglich ist dieses Spektakel romantisch zu erleben, ohne Gewusel und Gequatsche und Menschenmassen um sich herum.

Wir hatten uns für den Sonnenuntergang entschieden. Warum auch nicht? Der Blick von den Aussichtspunkten ist sowohl nach Westen als auch Osten schön.

Von Malang zum Bromo

Mit dem guten Roller unterm Hintern traten wir die lange ca. 2 stündige Fahrt an. Die Mühe der langen Anfahrt von Malang wurde mit tollen Ausblicken belohnt.

Nachdem wir die Stadtgebiete verlassen hatten und es bergauf Richtung Nationalpark ging, schlängelte sich die Straße vorbei an bewirtschafteten Hängen, die mit ihren Anbauflächen ein wunderschönes Bild ergaben.

Wir fuhren immer höher und ließen die graue Stadt hinter uns, während wird auf eine flauschig weiße Wolkendecke hinabblickten. Die umgebenden Gipfel und Vulkankegel umrandeten die Aussicht zu einem perfekten Bild.

Aussicht auf die Sandwüste um den Bromo

Bevor man den Weg hinab in die Sandwüste antritt, erhält man einen Blick auf eine andere Welt.

Man befindet sich auf einer Straße. Zur Rechten sieht man saftige Hügel und die Wolkendecke, die man zuvor passiert hat.

Auf der linken Seite kann man in den Kessel blicken, der den Gunung (=Berg) Kursi und den sich dahinter versteckenden Bromo beherbergt. Eine in ihrer Kargheit doch farbenfrohe Savannen erstreckt sich dort. Wir stoppten und genossen diese fantastische Aussicht.

Ab durch die Sea of Sand nach Cemoro Lawang

Damit ihr die Fahrt ein bisschen besser nachvollziehen könnt, haben wir euch eine Map eingepflegt. Einfach reinklicken für mehr Infos. 🙂

Vom Aussichtspunkt ging es dann hinab in die Sandwüste. Die Straße führte steil bergab und der Asphalt wechselte langsam in Sand über. Noch genossen wir die wunderschöne Landschaft. In der Ferne sahen wir Staub aufkommen. Und da, direkt daneben, war das ein Feuer? Wir waren uns nicht sicher, gingen aber davon aus, dass wir weit genug daran vorbei fahren würden.

Sandböen um den Bromo

Als wir ein ganzes Stück um den Gunung Kursi gefahren waren, wurden wir voll von sandigen Böen erwischt. Zunächst wurde nur wenig Sand aufgewirbelt, bis die Luft dann nur noch aus Staub bestand und alles um uns herum in orange-brauner Farbe versank.

Es gab Momente da klarte die Sicht kurz leicht auf, doch meist waren wir umgeben von einer Staubwand, die jede Sicht versperrte. „Der Staub“ war dem Geruch nach zur Folge nicht nur aufgewirbelter Sand, sondern wohl auch Asche. Anscheinend hatten wir vorhin doch ein Feuer gesehen.

Zum Glück hatten wir den kräftigen Wind stets im Rücken. Wir hatten uns zwar mit unseren Multifunktionstüchern* zum Atemschutz gewappnet und die Helmvisiere schützten unsere Augen gut, trotzdem war es extrem unangenehm sich gegen den „Wind“ zu drehen.

Keine Sicht im Sandwüsten Staub um den Bromo

Der Weg war zumindest teilweise mit Pfeilern im Boden markiert, so dass wir ungefähr die Orientierung behalten konnten. Auch die App maps.me leistete richtig gute Dienste.

Ich befürchtete zwar den nahenden Tod meines Handys, wenn der Sand es sich erst in der Elektronik gemütlich gemacht hatte, den richtigen Weg zu finden, war jetzt aber wichtiger.

Hin und wieder bretterte auch ein Jeep an uns vorbei, so dass wir im schlimmsten Fall auch um Hilfe hätten fragen können. Wenn einen der Fahrer im Staub überhaupt sah und nicht überfuhr. 😯 Trotz der kaum vorhanden Sicht, waren die Jeeps noch sehr flott unterwegs.

Die Sea of Sand am Bromo wie du sie nie gesehen hast

Wir hatten uns im Vorhinein auf diese Tour vorbereitet. Blogs gelesen, Videos geguckt, Einheimische um Rat gefragt. Schlussendlich waren wir zu dem Schluss gekommen, dass der Weg mit dem Roller, zwar nicht einfach, aber machbar sein würde.

Das, was wir beide hier gerade erlebten, haben wir in keinem einzigen Beitrag gesehen/gelesen.

Zusätzlich zur schlechten Sicht und Luft, wurde natürlich auch der Sand am Boden derart umhergewirbelt, dass Bereiche mit besonders tiefem Sand entstanden. Leicht vorstellbar, dass man hier mit den kleinen Straßenreifen des Rollers nur schwer vorankam.

Heute nicht Roller geeignet

Ich lief Teile der Strecke zu Fuß, während Christoph sich auf dem Roller abmühte.

Immer wieder musste er mit den Füßen nachhelfen, wenn der Roller im Sand versank und nicht mehr weiterkam.

Nur wenn der Boden wieder ein wenig fester wurde, waren wir wieder zu zweit unterwegs. Wobei ich Ausschau nach besser befahrbaren Abschnitten hielt, während Christoph sich auf den Sand direkt vor ihm konzentrierte.

Selbst Locals auf ihren Geländemaschinen schlitterten hier recht ordentlich durch die Gegend.

Kurz überlegten wir direkt zum Bromo zu fahren und die Mittagspause in Cemoro Lawang ausfallen zu lassen. So müssten wir insgesamt weniger durch die Sea of Sand fahren.
In der Hoffnung, dass sich dieser Sturm vielleicht noch legte und mit einer dringend notwendigen Pause von Staub und Sand, steuerten wir aber wie geplant zuerst Cemoro Lawang an.

Der braune Schleier wird gelüftet

Mann waren wir erleichtert, als wir durch den braunen Schleier hindurch Asphalt erblickten.

Kurz noch das letzte unpassierbare Stück mit dem Roller im Sand bergauf – ich schob von hinten an – und endlich geschafft. Asphalt! Klare Sicht! Reine Luft!

Steil bergauf kamen wir am Aussichtspunkt an, von dem man normalweise eine atemberaubende Sicht auf den Bromo und die Sandwüste haben musste. Heute aber zogen hier nur Sandschwaden umher, so dass wir vor einer braunen Wand standen.

Wir fuhren ein wenig rein nach Cemoro Lawang, atmeten erleichtert die reine Luft und genossen die klare Sicht um uns herum.

Jetzt wurden erst mal die Schuhe geleert. Ich klopfte und klopfte und es kam trotzdem immer wieder Sand und Asche aus den Schuhen gefallen. Gut, dass die Socken schon vorher schwarz waren. 😀

Die Staubwolken beim Abklopfen der Klamotten wurden irgendwie auch nicht geringer. Wir übertrieben es auch nicht mit dem Abstauben. Immerhin stand nachher noch eine zweite Fahrt in der Sandwüste an.

Von Cemoro Lawang zum Bromo

Nach dem Mittagessen war die Wand aus Staub natürlich nicht verschwunden.

Und was jetzt? Wenn wir nicht einen riesigen Umweg fahren wollten, mussten wir hier sowieso durch, um nach Hause zu kommen. Wir fragten an den Rezeptionen von Hotels, was sie dazu meinten.

Man versicherte uns, dass das um diese Jahreszeit relativ normal, und der Aufstieg zum Bromo nicht gefährlich sei (natürlich außer dem in der Luft umherschwirrenden Zeug, das man einatmet).

Rein ins staubige Unbekannte und hin zum Bromo

Na gut! Also wieder rein ins staubige Unbekannte. Irgendwie war es ja auch spannend. Wir standen da oben am Aussichtspunkt und sahen nichts als braunen Staub.

Dort unten konnte gerade was weiß ich was passieren. Vielleicht ist ja gerade ein Alien Raumschiff gelandet und hat den ganzen Sand aufgewirbelt. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, wenn man diese Staubwand anblickt. Und wir fuhren da jetzt hinein.

Überlebt unser Roller die Fahrt zum Bromo?

Ein bisschen Sorgen machten wir uns vor der erneuten Abfahrt aber schon. Nicht um uns. Den Staub einatmen, das halten wir schon ohne bleibende Schäden aus, sondern um den Roller.

Würde er eine weitere Fahrt durch Sand und Staub überleben? Wir waren sehr erleichtert und überrascht, dass er bereits das erste Stück ohne Probleme gemeistert hatte.

Oh Mann. Was wird der Vermieter wohl dazu sagen. Einen picobello sauberen, neuen Scooter hat er vermietet. Ein Staubwrack, bereit für den nächsten Filterwechsel, würden wir ihm zurückliefern.

Ach, ich denke das sehen die schon locker. Immerhin sind wir hier nicht in Deutschland 😉 Und wir hatten explizit gesagt, dass wir zum Bromo fahren würden.

Jetzt aber rein in den Staub

Wir machten uns also wieder – nicht aus dem, sondern – in den Staub. Der Weg zum Bromo war auch nicht viel besser als der vorige. Aliens sahen wir auch keine (schade eigentlich). Nur vermummte Indonesier auf Gelände-Motorrädern und Scootern.

Irgendwie schafften wir auch dieses Stück und sahen bald den Tempel Luhur Poten, um den herum es auch mal kurz aufklarte.

Aufstieg zum Bromo Kraterrand

Dahinter begann der Aufstieg zum Bromo Kraterrand. Unten schon hörten wir ein leises Brummen vom Bromo. Beängstigend.

Wir entschieden uns unsere Helme für den Aufstieg aufzulassen. Sie waren einfach ein zu guter Schutz für Augen und Ohren gegen den herumwirbelnden Sand, vor allem, wenn wieder eine ordentliche Böe vorbeiwehen sollte.

Wir waren ein lustiger Anblick in dieser rot-braunen Mars-Landschaft. Also bekam man hier doch Aliens zu sehen. 😆

Nur noch die Treppen rauf zum Bromo Krater

Der Pfad rauf zum Kraterrand führte zuerst über einen sandig, felsigen Weg, dann über Steintreppen. Was zuerst einfach klingt, war für mich in diesem Moment mega anstrengend. Obwohl ich nicht zur unsportlichen Sorte gehöre, hat mich diese staubige Luft ganz schön außer Atem gebracht. Ohne Pause kam ich, trotz langsamen Tempos, nicht die Treppen hoch.

Der Bromo gröhlt!

Das Brummen des Bromo wurde lauter und lauter. Oben angekommen schwoll die Lautstärke zu einem wahnsinnigen, ohrenbetäubenden Grollen an. Eine Tinnitus Garantie.

Als würden alle Mächte des Bösen aus den Tiefen der Erde zu uns hinaufrufen und dir das Böse, dass da unten lauert – das du aber nicht siehst – demonstrieren wollen. Kein Wunder werfen die Einheimischen hier Opfergaben in den Schlund.

Es ist ein einmaliges Erlebnis hier zu stehen und das zu hören. Die Mühe der Anfahrt zum Bromo auf eigene Faust (auch wenn es nicht immer so mühevoll sein muss), hat sich absolut gelohnt. Nur für diesen Moment.

Und die staubige Luft um uns herum hatte etwas. Sie untermalte die Stimmung auf eine ganz besondere Weise. So erlebt nicht jeder den Bromo!

Den Bromo spüren

Es ist einfach unglaublich, wie sehr man die Erde und ihre Kraft hier oben spürt. Wie das Erdinnere plötzlich ganz nah zu sein scheint. Als würde man live hören, wie die Kontinentalplatten aneinander reiben, und das Erdfeuer mit seiner zerstörenden Macht alles vernichtet, was mal Leben war. Ich versuche es hier in Worte zu fassen, aber es ist unbeschreiblich.

Und plötzlich fragt man sich: Warum stehe ich eigentlich hier?

Daher traten wir den Rückweg an.

Vom Bromo zu den Sunrise-Viewpoints

Christoph konnte und wollte einfach nicht mehr. Dieses ganze Rollergeschiebe war ganz schön anstrengend und ging ordentlich auf die Hüfte. Doch irgendwie mussten wir ja. Also ging es weiter durch die Sandwüste Richtung Aussichtspunkte im Norden.

Als es auf dem Weg dahin aufklarte, sahen wir Feuer am Rand des Tals. Man hatte uns noch in Cemoro Lawang gesagt, es würde nicht brennen. Das war jetzt aber wirklich der eindeutige Beweis.

Da die Feuer aber nicht in unserer Richtung lagen, dachten wird uns nichts dabei. Wir hatten endlich die asphaltierte Straße erreicht, es ging immer weiter raus aus dem Staub hinein in die Freiheit, so fühlte es sich zumindest an.

Am ersten Aussichtspunkt angekommen, ruhten wir uns ein wenig von den Strapazen aus und klopften unsere Sachen aus. Dass an Sonnenuntergang nicht mehr zu denken war, brauche ich wohl nicht mehr zu schreiben.

Wir waren kaputt und wollten einfach nur nach Hause, der Heimweg war ja so schon lang genug. Mal abgesehen davon, dass der Sonnenuntergang mit dem Staub sowieso nicht wirklich taugen würde.

Klare Bergluft: zurück vom Bromo nach Malang

Ich weiß nicht warum, aber bisher waren unsere Rückfahrten immer wahnsinnig schön. So auch heute.

Nachdem wir den Staub hinter uns gelassen hatten, sogen wir die klare Bergluft auf und genossen das Grün um uns.

Wir fuhren über die nördlich des Bromo gelegene Bergkette und genossen weitere zauberhafte Ausblicke auf die bewirtschafteten Hänge und die Wolkendecke unter uns.

Zurück gekommen aus der Hölle, wollte uns die Straße direkt in den Himmel führen. Die bereits leicht orange getönten, weichen Wolken warteten nur darauf, dass man in sie eintauchte. Zu müde und noch zu weit war der Weg, als dass wir Lust gehabt hätten für ein Foto stehen zu bleiben. So müssen Worte an dieser Stelle leider reichen. 🙂

Nur das letzte Stück die Schnellstraße entlang Richtung Malang zog sich eeewig. Ich schaute aufs Handy: Noch 15 km. Eine gefühlte Ewigkeit später schaute ich wieder drauf: Noch 13 km. Das kann doch nicht sein!

Christoph fragte nicht wie weit noch und ich sagte es ihm auch nicht, beide mit dem Hintergedanken den leidenden Fahrer nicht zu demotivieren. Doch auch diese Fahrt hatte ein Ende.

Drecksspatzen unter der Dusche

Zurück beim Vermieter, gab es keinen Kommentar zum Zustand des Scooters.

Vielleicht, weil es schon dunkel war. 😀 Wir werden es nie erfahren.

Angekommen im Homestay, war ich sehr froh, dass ich noch eine Packung Shampoo aus einem Hotel eingesteckt hatte. Mein Naturkosmetik Shampoo konnte ich heute, obwohl ich einen Helm aufhatte, vergessen.

Da musste die volle Dröhnung ordentlicher Tenside her. Und Silikone, um aus dem steifen Stroh wieder weiches Haar zu zaubern.

Wie das Wasser nach der Dusche und der Blick ins Taschentuch nach dem Schnäuzen aussah, brauche ich euch hier, denke ich, nicht beschreiben. 😆

Es war ein unglaublicher Tag. Und wir spürten heute die Erde in doppeltem Sinne: Auf unserer Haut und auf dem Bromo.

Auch wenn wir keine wunderbare Aussicht, wie andere Touristen, auf diese faszinierende Landschaft hatten, so war es eine ganz spezielle Anna & Chris Abenteuer Version, die wir hier erlebten.

Die Stimmung durch den Sandsturm war unbeschreiblich. Und im Nachhinein, wenn die Anstrengung nachlässt, war auch die Fahrt ganz witzig.

Liebe Grüße Anna!

Unsere beeindruckende Bromo-Erfahrung kannst Du auch unten im Video nacherleben! 😉

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Video-Link: https://youtu.be/b_wV7I-JLxU

Bromo auf eigene Faust: Nationalparks Bromo & Semeru

Achtung! An Wochenenden und Feiertagen steigen die Eintrittsgebühren erheblich.

Preise in IDR pro Tag und Person (Stand September 2017).

Es sind keine Kinder- oder Studentenrabatte möglich.

Das Ticket enthält eine Lebensversicherung.

Preise

Bromo & Umgebung

  • 220.000 (Wochentag)
    Zum Vergeich: Einheimische zahlen 27.500
  • 320.000 (Wochenende & Feiertage)

Semeru & Umgebung

  • 210.000 (Wochentag)
  • 310.000 (Wochenende & Feiertag)

Zusatzgebühren:

  • 4-Räder: 10.000 IDR
  • 2-Räder motorisiert: 5.000 IDR
  • Fahrrad: 2.000 IDR
  • Pferd: 1.000 IDR

Tipps:

Teuren Eintritt sparen

Wir haben uns für den Weg von Malang entschieden, sind daher nicht um die sehr hohe Nationalparkgebühr gekommen (außer wir hätten Gummi gegeben an der Nationalparkschranke).

Von Cemoro Lawang wandern: es gibt Wanderwege für die Dorfbewohner. Nimmt man diese spart man sich die Gebühr:
Gehe dazu zum Cemera Indah Hotel. Dort startet ein Weg, der als Weg nur für die „Villager“ ausgezeichnet ist. Ein Schild warnt davor diesen Weg nicht zu betreten (es besteht keine Gefahr, dies ist nur zur Abschreckung). Man wird ggf. versuchen dich aufzuhalten, aber wenn du dich nicht beirren lässt, passiert dir auch nichts.

Gehe am Nachmittag zum Bromo: Eine Alternative ist auch der Nachmittag, da wird meist nicht mehr kontrolliert, weil die Ranger schon Feierabend haben.

Sonnenaufgang ohne Touristenmassen

  • Möchtest du den Sonnenaufgang abseits der Massen, dann musst du nur weiter zum King Kong Viewpoint fahren und ein Stück gehen (auf der App maps.me ist dieser eingezeichnet). Inzwischen wird er kein Geheimnis mehr sein, aber hier genießen nur diejenigen den Ausblick, die auf eigene Faust kommen. Die Touranbieter halten ein Stück weiter vorne. Somit stehen die Chancen gut eine schöne Stimmung zu erhalten
  • Wie wäre es mit Sonnenuntergang statt -aufgang? Da siehst du ganz sicher niemanden. Denn die Touren sind komplett auf Sonnenaufgang ausgelegt. Das Tal aber ist so ausgerichtet, dass du von den Viewpoints im Norden auch den Sonnenuntergang sehen kannst. Übrigens doch auch eine Idee, wenn du sowieso in Cemoro Lawang bist: Mache doch beides 🙂

Bromo Krater ohne Touristenmassen

  • Komme am Nachmittag (oder später Vormittag), da sind die ganzen Touranbieter schon weggefahren.
  • Oder, wenn du schon beim Sonnenaufgang da warst. Dann bleib doch noch eine Weile an deinem schönen Aussichtspunkt und genieße ihn bis die Massen abziehen.

Übernachten und weitere Tipps

In Cemoro Lawang* kannst du direkt und selbstständig am Nachmittag zum Bromo wandern und die Touristenmassen meiden. Allerdings sollen die Preise sehr hoch sein und dich viel Abzocke bei deiner Anreise dorthin erwarten. Siehe einer von vielen Erfahrungsberichten.

Willst du die Tour so machen wie wir?

  • Dann übernachtest du am besten in Malang. Wir haben dort in Enny’s Guest House* übernachtet. Es ist sehr gut gelegen und punktet mit seinen Cottages, die man in dieser Form sonst eher in der Natur findet.
  • Ein ordentlicher Roller ist für die Fahrt durch die Sandwüste und die lange Fahrt besonders wichtig. Erwähne am besten, dass du zum Bromo fahren willst und bitte um einen guten Roller (auch wenn er ggf. teurer ist). Uns hat man in unserem Guesthouse* einen Rollerverleih empfohlen, nachdem wir nach einem „bromotauglichen” Roller gefragt hatten. Unser Guesthouse hat auch kostenlos für uns vermittelt.
  • Die Strecke ist lang und geht durch die Sandwüste. Du solltest ein guter Rollerfahrer sein.
  • Warme Kleidung (Benutze zur Orientierung unsere Weltreise Packliste), um in der Früh oder am Abend auf dem Roller nicht zu frieren. Für den Fahrer sind, falls du nachts fahren willst, Handschuhe oder lange Pulliärmel unbedingt zu empfehlen. Da du durch bergige Regionen fährst, ist es auch tagsüber recht kühl und nachts friert es dich. Falls du wie wir in der Trockenzeit unterwegs bist, empfehlen wir dir auch Schal, Multifunktionstuch* und Regenjacke (oder eine andere staubabweisende Jacke) als Staubschutz, falls der Bromo sich so zeigt wie uns.
  • Die wunderschönen Landschaften und Ausblicke der bergigen Regionen machen die anstregende Fahrt von Malang sehr lohnenswert.

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Gaga

Richtig abeteuerlich! So spanned und witzig beschrieben.

ernst

Hey Chris, das wäre eine geile Ausfahrt mit der Enduro, oder noch besser mit der KTM gewesen 🙂

Ja!!! Eine Enduro oder meine KTM hätte ich auf dieser Reise schon mehrfach gut gebrauchen können. DEFINITIV! 😆

Sascha

Hallo! Erstmal danke für diesen super Beitrag. Wir sind gerade auf Java und wollen innerhalb der nächsten Tage zum Bromo auf eigene Faust und am liebsten mit einem eigenen Jeep oder einem Scooter. Wir hatten geplant dies auch von Malang aus zu machen, doch wollten wir eigentlich alle Eintrittskosten mit der eigenen Anreise und dem Schleichweg den man zu Fuß zum Bromo nehmen kann vermelden. An welcher Stelle genau musstet ihr denn den Eintritt bezahlen? Also besser gesagt ist es immer so, dass wenn man von Malang aus kommt, diesen bezahlen muss und nicht umgehen kann? Danke schonmal für die… Weiterlesen »

Julia

Hallo ihr zwei, wir haben mit Begeisterung und gleichzeitig grossem Respekt euren ausführlichen Beitrag gelesen. wir wolleb auf euren Spuren in 3 Tagen ähnliches wagen, auch aus Malang. hierzu noch folgende Fragen: – leider lässt sich die von euch erwähnte Map nicht finden, wie können wir diese abrufen? – reicht ein voller Tank für diese Tour mit dem scooter aus? – wie kalt war es wirklich? 🙂 – habt ihr schlussendlich rausfinden können, ob die Sand- und Aschemassen bei euch aussernatürlich waren wegen dem Feuer oder immer so? Auch wir haben in all den anderen Blogs nichts ähnliches gelesen… Es… Weiterlesen »

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