Bunbury nach Busselton: Delfine und der Honeymoon Pool im Wellington National Park

Juhu unser Roadtrip durch Westaustralien hat begonnen.

Vorfreude! Das Auto hatten wir in Perth abgeholt und mussten es dort in rund 4,5 Wochen wieder abgeben. Eine schöne Runde und vielleicht mehr, das wäre perfekt für diese Zeit. Mal schauen, wie weit wir kommen.

Diese Teilstrecke unserer Fahrt durch Westaustralien könnt ihr in der Map nachvollziehen:

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Das erste was bei der Fahrt außerhalb der Stadt auffiel war, dass es immer wieder so schön ätherisch roch. Ganz andere Düfte als die letzten Monate und daheim. Mmhhhm einatmen, Nase befreien.

Lake Brockman: Erste Nacht im Camper

Unsere erste Nacht im Camper hatten wir am Lake Brockman verbracht. Ein schöner Campingort, den wir uns einfach spontan ausgesucht hatten, weil er in unserer Richtung lag. Wie im vorigen Beitrag erwähnt: Eine gute Wahl. 🙂

Wir haben sehr unruhig geschlafen. Keine Ahnung warum. Aber es wurde von Nacht zu Nacht besser.

Noch hatten wir uns nicht ganz mit dem Gedanken angefreundet in der giftigsten Ecke der Welt zu sein. Jeder Busch schien uns eine Bedrohung. Um verdächtige Baumstämme machten wir lieber einen großen Bogen. Erst Recht in der Dämmerung und bei Nacht. Auch wenn wir wissen, dass die Tiere uns eigentlich auch lieber meiden. Aber sicher ist sicher.

Waren wir eigentlich daran gewöhnt auf Wanderungen immer wieder Spinnenfäden abzubekommen, machte sich hier, wenn ein feiner Faden im Gesicht hängen blieb, die Panik breit. Eine kleine giftige Spinne könnte ja irgendwo an uns hängen. Uaaah.

Aber nach und nach verloren wir unseren Wahn. 😉

Erster Stopp Bunbury: Delfine?

Als ersten Stopp hatten wir Bunbury auserkoren. In der Koombana Bucht vor Bunbury leben nämlich einige Delfine.

Diese werden dort auch immer wieder gesichtet und kommen sogar an den Strand. „Wow echt!?“dachten wir, als wir das hörten. Das wollten wir erleben! Warum sie überhaupt kommen ist uns auch nicht verständlich. Vielleicht wollen sie Menschen gucken, genauso wie wir Delfine gucken wollen?

Bunbury wurde dann aber doch nicht der erste Stopp. Ich hatte zwischenzeitlich gesehen, dass es eine Käserei, die Harvey Cheese Factory, ausgezeichnet als die beste kleine Käserei Westaustraliens, auf dem Weg gab. Mhhh, yummi.

Wenn das so ist, muss ich dort unbedingt Käse probieren. Gesagt, angehalten, getan. War sehr lecker und auch günstiger (aber nicht günstig) als die teuren und vielleicht nicht ganz so guten Käse, die wir im Supermarkt gesehen hatten. Veni, vidi, probici, gekaufti.

Warten auf Delfine

Daher verwundert es nicht, dass wir erst um 13 Uhr im Dolphin Discovery Center in Bunbury ankamen. Ein bisschen spät für die Delfine, denn die zeigen sich überwiegend am Vormittag zwischen 9 und 11 Uhr am Strand. Aber wie wir erfahren hatten, war an diesem Tag auch gar kein Delfin gekommen. Am Tag zuvor waren jedoch welche da und auch am Tag davor.

Wir blieben noch ein bisschen, man weiß ja nie, vielleicht hatten die Delfine eine lange Nacht und kommen heute ein wenig später?

Die intelligenten Oktopusse beobachten

Die Zeit konnte man sich ja gut mit Infofilmen und der Beobachtung der süßen Oktopusse in den Aquarien vertreiben, während Mitarbeiter draußen Ausschau nach Delfinen hielten. Das Zentrum hält die Oktopusse zu Edukationszwecken. Allerdings nur bis maximal 4 Monate und entlässt sie dann wieder in die Freiheit.

Als wir da waren, war gerade Fütterungszeit. Die sind ja so süß und intelligent. Das Essen kriegen sie in einem Schraubbehälter. Sie wissen sowieso wie man diesen öffnet und so haben sie auch gleich eine Beschäftigung. Die brauchen die intelligenten Wesen nämlich. Die hatten sogar Baby-Spielzeug in ihrem Aquarium. Sonst würden sie sich langweilen. Wie süß.

Nach der Fütterung muss der Aquarium Deckel gut mit Haken verschlossen werden. Doof sind die nämlich, wie gesagt, nicht und hauen schnell ab, wenn sie merken, dass der Deckel locker sitzt. Die Woche zuvor war ein Mitarbeiter bei der Fütterung unachtsam gewesen. Schwupps, war der Oktopus schon auf halbem Weg nach draußen. Man fand ihn in der Cafeteria. Gerade wollte er sich wahrscheinlich ein Käffchen bestellen. Erinnerte uns an den Film „findet Dori“. So wie dort der Oktopus durchs Aquarium schleicht, so ähnlich muss es hier zugegangen sein.

Eigentlich stand jetzt Weiterfahren auf dem Plan. Wir entschieden uns jedoch irgendwo in der Nähe zu übernachten und am nächsten Morgen nochmals unser Glück mit den Delfinen zu versuchen.

Spontan in den Wellington National Park

Wir hatten da in der Camping-App auch schon ein Plätzchen namens „Honeymoon Pool“ entdeckt. „Uuuhu, das klingt toll“. „Oh es liegt an einem Fluss und hat eine schöne Badestelle. Komm da übernachten wir!“ Gesagt, getan.

Die spontane Entscheidung war die beste Eingebung überhaupt. Die Fahrt führte uns über das wunderschöne sich auf und ab schlängelnde Fergusson Valley. Rechts und links schmückten Strohballen oder Weinstauden die Landschaft. Das Fotografenherz litt, als es nirgends einen Ort zum Anhalten gab. Die offene Landschaft wandelte sich in waldiges Gebiet, als wir Richtung Wellington Nationalpark abbogen.

Eine kleine braun-rote Piste, die in dieser Art in Deutschland nur dem Förster überlassen wäre, führte uns durch dichtes waldiges Gebiet. An zwei Stellen konnte man anhalten. Die erste verpassten wir leider und sahen nur was für ein fantastischer Ausblick uns entging. Zurück konnten wir nicht, da es sich hier um eine Einbahnpiste handelte. Wir hatten keine Lust in eines von den Offroad-Fahrzeugen zu knallen, die hier alle um einiges schneller fuhren als wir.

Dafür hielten wir am zweiten Parkplatz, von wo aus man die herrlichen Kaskaden des Flusses bewundern konnte. Wow. Wir wussten ja nicht, dass uns so ein herrlicher Ort auf dem Weg zu unserem Camp erwarten würde. Eine ganze Bande schwarz-roter Papageien begrüßte uns.

Als ich gerade ein Foto schießen wollte, flogen sie jedoch davon. Sie waren nicht ganz so zutraulich wie die grünen Papageien, die wir einen Abend zuvor gesehen hatten (siehe Beitrag Australien wir kommen). Der Ort war so schön, wir beschlossen am nächsten Morgen in der Früh diese Runde gleich nochmals abzufahren, um auch noch zum ersten Stopp zu kommen. Wie schön, dass wir hier waren.

Eine Nacht am „Honeymoon Pool“

Und dann kam der Camping Platz des Wellington National Parks. Das i-Tüpfelchen der Runde, der „Honeymoon Pool“. Simpel, nur ein paar Toiletten und sonst nichts. Aber wir liebten ihn! Die Umgebung war fantastisch und hätte sich toll für eine Wanderung angeboten, wir spazierten aber nur ein bisschen umher.

Erfrischen im Honeymoon Pool

Und da es keine Duschen gab, musste halt der Fluss herhalten. Genauer gesagt der Honeymoon Pool eben. Eine sehr schöne, etwas breitere und tiefere Stelle des Flusses, ohne Steine und zu große Strömungen.

Ein bisschen Überwindung hat es aber gekostet, denn der Fluss war echt kalt. Deutlich unter 20 Grad. Inzwischen war es auch schon Abend und auch nicht mehr so warm, dass wir uns unbedingt im kühlen Nass hätten abkühlen wollen. Daher beschlossen wir einfach reinzuspringen, da hilft nichts anderes. Ok los geht’s. Aber gleichzeitig, Ok?! Ja! 3,2,1: Jump!

Wooohhhooo! Jegliche peripheren Gefäße unseres Körpers schienen sich sofort zu verschließen. Es kribbelte, wir hatten das Gefühl alles stirbt gleich ab. Aber es war herrlich erfrischend, das tat echt gut! Und natürlich war uns dadurch beim Rausgehen auch wärmer als im Wasser. Trotzdem schnell Klamotten wechseln und warm anziehen für die abendlichen < 20 °C Temperaturen.

Es gab gratis Feuerholz und ab 18 Uhr durfte man auch Feuer machen. Das ließen wir uns nicht zweimal sagen und ließen den Tag an einem Feuerchen ausklingen. Vögel in der Umgebung gaben „uuaa, uuaa, uuaa “ Geräusche von sich. Es war inzwischen kühl. Enten gesellten sich zu uns ans Feuer. Wohl aber eher wegen der Krümel, die sie hier vermuteten, als wegen der Wärme. Was ein herrlicher zweiter Camper Tag!

Weil es so schön war: nochmal eine Runde durch den herrlichen Wellington National Park.

Wir wussten zwar, dass wir dadurch nicht pünktlich zu unserem Termin mit den Delfinen kommen würden, aber die Gegend war so herrlich, das konnten wir uns nicht entgehen lassen. Danach fuhren wir noch ein Stück weiter zum Wellington Damm und auf ging es nochmals zum Dolphin Discovery Center in Bunbury.

Tja, ich will euch nicht langweiligen, auch am nächsten Tag haben wir im Dolphin Discovery Center in Bunbury keine Delfine gesehen. War gerade auch Nebensaison, wurde uns gesagt. Dafür besuchten wir wieder den süßen Oktopus. Hallo gesagt und weiter ging’s. Nächstes Ziel: Busselton.

Liebe Grüße Anna & Chris!

Unser Video hierzu findest du unten (jetzt auf Englisch, da wir auch wollten, dass es unsere nicht Deutsch sprechende Familie und Freunde verstehen). Am besten du abonnierst gleich unseren YouTube-Kanal, dann bist du immer auf dem Laufenden! 😉

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