Stranderhöhlung in Rai Leh

Wir fuhren auf eine Betonwand zu.

Dann schaute ich rechts und sah nur Beton und auch links war nur Beton.

Wo war das Paradies hin?

Mein Gefühl sagte: „Hier bleiben wir nicht.“

Nicht immer auf die vordersten Plätze

Nach 3 schönen und ruhigen Tagen in Krabi-Stadt packten wir morgens unsere Sachen und ab ging’s mit dem Longtailboot in Richtung Rai Leh (auch Railey, Railay).

Wieder quetschten sich die zuerst Zugestiegenen auf die vorderen Plätze, so dass die später zugestiegenen sich mühsam nach hinten quälen musste.

Noch nie mit einem schnelleren Longtailboot bei etwas rauer See gefahren? 😀

Einige Minuten nach der Abfahrt schien es das Mädel ganz vorne wohl auch zu begreifen und zu bereuen sich den vordersten Platz geschnappt zu haben.

Eben noch genoss sie die Wasserspritzer auf ihrer Haut, schmeckte das Salz auf ihren Lippen.

Doch dann wurde das Peitschen des Wassers zu viel. Sie war patschnass, was im Fahrtwind wahrscheinlich auch nicht besonders angenehm war.

Gequält drehte sie nun ihr Gesicht nach hinten. Das war es dann für sie mit der Aussicht für die restliche Fahrt, während wir sie noch genossen…

Ratter, ratter, ratter

Nach ca. 40-minütigem Geratter des Bootsmotors kam endlich die befreiende Stille. Wir näherten uns der Bucht von Rai Leh.

Wundervolle, mächtige Felsen empfingen uns. Wie erstarrtes Kerzenwachs hingen die Felskanten runter. Da fragt man sich, wieso diese eigentlich noch immer halten?

Ein Blick Richtung Pier nahm mir gleich wieder die Laune. Da sah ich nichts als Beton.

Okay, okay. Ich wusste schon, dass die Longtails von Krabi nicht an den Traumstränden von Rai Leh ankommen.

Aber immerhin hatte ich hier einen Mangrovenstrand erwartet. Der war auch da, aber eben umrahmt von Beton und Sandsäcken.

Beton vermieste die Laune

Eigentlich wollten wir auf Rai Leh doch unsere kurze Auszeit nehmen. 🙁

Ich wusste schon, dass ich hier keine nette Hütte am Strand erwarten konnte, aber der Beton nahm mir schon gleich die Freude an diesem von Felsen umrahmten Fleckchen zu bleiben.

Kurz huschte mir der Gedanken durch den Kopf gleich weiter zu ziehen. Aber nein, das konnten wir nicht tun. Wir mussten es schon versuchen, damit wir wissen, wie es wirklich ist.

Also begaben wir uns auf die Suche nach einer Unterkunft.

Der Preis sollte dann entscheiden, ob wir auf Rai Leh bleiben wollen.

Günstig (wie für Thailand) ist es hier nicht, auch nicht in der Nebensaison. Zwar finden sich einige wenige preiswertere“ Unterkünfte im Norden des Betonpflasters. Aber das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt hier allemal nicht.

Nennenswert für Budgetreisende sind eigentlich nur Railay Viewpoint Resort*, Rapala Rock Wood Resort*, Diamond Private Resort* und Railay Garden View Resort*. Sowie die alternativen Unterkünfte am Ao Ton Sai. Zum Beispiel das Chill Out*. Allesamt sind sie von sehr unterschiedlicher Qualität.

Wir blieben im Railay Viewpoint Resort*. Wir konnten noch ein bisschen nachverhandeln, es passte ins Budget, das Zimmer war sauber und bot uns einen herrlichen Blick auf die östliche Bucht.

Der Wahnsinn.

Dafür zahlten wir gerne „etwas mehr“.

Wie schön, dass wir in Rai Leh geblieben sind!

Felsen im Rücken der Bucht von Rai Leh

Felsen im Rücken der Bucht von Rai Leh

Je länger ich mich mit diesem Fleckchen Erde und Felsen beschäftigte, desto mehr übersah ich den Beton (der sowieso nur in Rai Leh Ost und auf den inneren Wegen existent war) und fokussierte mich auf die Schönheit:

Die Mangroven und die Nashornvögel, Warane und andere Tiere, die man hier durchaus antreffen konnte.

Sowie der ständige traumhafte Blick ins Landesinnere auf die zauberhaften Felsen.

Die Traumstrände von Rai Leh

Nicht zu vergessen die drei Strände, die absolut traumhaft sind.

Ich will hier jetzt aber niemandem Hoffnungen machen, immerhin waren wir in der Nebensaison in Rai Leh.

In der Hochsaison stelle ich mir das Ganze mit hunderten von Longtailbooten und tausenden von Leuten weniger reizvoll, aber dennoch schön vor.

Rai Leh Ost

Das ist Rai Leh Ost: Nur Beton, Shops und Hotels.

Aber wende dem Beton den Rücken zu, dann hast du Mangroven direkt vor der Nase und eine felsengesäumte Bucht. Schau selbst.

Rai Leh West

Sehr schön ist der Rai Leh West Strand. Zwar reiht sich im Hintergrund ein Hotel ans Andere, aber keines davon beansprucht den Strand für sich.

Somit fehlen hier auch die sich auf weißen Liegen drehenden Brathähnchen.

Phra Nang Strand

Weg zum Phra Nang Strand auf Rei Leh

Weg zum Phra Nang Strand

Auf den inneren Wegen von Rai Leh zum Phra Nang Strand kannst du die Kerzenwachsfelsen ganz nah erleben.

Hier zeigt sich auch ab und an ein Äffchen und abends Fledermäuse.

Und dann stehst du am Phra Nang Strand.

Vergiss nicht zu atmen, wenn du diesen Strand und die mächtigen Felsen vor dir siehst.

Am Phra Nang findest du links die Phra Nang Noi Höhle. Sie ist voller Figuren.

Schau mal rein und lasse dich überraschen welche Figuren das sind. 😉

Ao Ton Sai auf Rai Leh

Müssen wir nach diesem Bild noch mehr sagen? Traumhaft oder?

Der etwas ruhigere Strand von Ao Ton Sai hat mit seiner Abgeschiedenheit und eingerahmt in weitere zauberhafte Felsen seinen ganz eigenen Reiz.

Er ist ein wunderbarer Ort auf Rai Leh, um bei Ebbe die Kletterer zu beobachten.

Langweilig wird es nicht auf Rai Leh

Auch wenn man auf Rai Leh etwas gefangen ist (so kann man hier z.B. nur überteuert in Minimärkten einkaufen, lokale Märkte und typische Essensstände gibt es hier nicht) wird es nicht unbedingt langweilig.

Chris und ich sind eher die Typen, die ständig Action brauchen, aber an einem so schönen Strand wie Phra Nang rauf und runter zu spazieren, sich im Meer abzukühlen oder einfach abzuhängen, das ist selbst uns nicht zu wenig.

Action gefällig? Viewpoints & Lagune von Rai Leh

Für noch mehr zauberhafte Ausblicke, sorgen die Viewpoints von Rai Leh.

Da ist der bekannteste von allen, südlich von Rai Leh Ost (Betonstrand).

Ihn erreichst du, indem du auf dem Pfad von Rai Leh Ost zum Phra Nang Strand einem steilen lehmigen Pfad bergauf folgst. Zieh festes Schuhwerk vorher an!

Für Action ist gesorgt, denn um manch einen Viewpoint zu erreichen musst du durch Höhlen klettern.

Unter den Mangroven im Nordwesten des Phra Nang Strandes versteckt sich ein Weg, der zu einer Höhle führt.

Wer ängstlich ist, kann nur zum ersten Aussichtspunkt gehen (noch nicht viel Kletterei erforderlich) und eine tolle Sicht auf den Phra Nang Strand genießen.

Etwas Wagemutigere werden mit einer Aussicht auf Rai Leh West und Ton Sai belohnt, wenn sie in der Höhle hinauf klettern (Taschenlampe!). Hier wird im Rahmen von Klettertouren auch abgeseilt!

Weg zur Laguneauf Rai Leh

Weg zur Lagune – stellt euch auf dreckige Klamotten ein

Wie wäre es mit einer Kletter Matsch Partie nach unten zu einer verträumten Lagune (stell dich auf dreckige Klamotten ein 😉 ).

Folge dazu dem Pfad von Rai Leh Ost zum Phra Nang Strand und von dort dem steilen Weg bergauf zum Viewpoint bergauf.

Oben angekommen gehst du rechts, statt links zum Aussichtspunkt.

Der Weg ist matschig und es wird geklettert und geht auf Bambusleitern runter.  Die Sprossen der Leitern sind sehr rutschig. Überhaupt ist der Weg nicht ohne und nur für trittsichere Personen empfehlenswert.

Unbedingt mit festem Schuhwerk kommen! Und sehr vorsichtig sein.

Wir wundern uns immer über die Leute, die tatsächlich auf die Idee kommen gewisse Wege in Flipflops zu gehen. Diesen dann lieber Barfuß! 😉

Oder wie wäre es mit einem Rai Leh Rundweg?

Der  auch noch alle Strände einschließt?

Bei Ebbe kannst du von Rai Leh West nach Ton Sai. Von dort über das Landesinnere zum Rai Leh Ost und dann rüber zum Phra Nang Beach. Die Verbindung von Phra Nang zu Rai Leh West ist allerdings nur für Kletterer empfehlenswert.

Und es gibt noch mehr zu tun! Zum Beispiel Tagesausflüge zu umliegenden Inseln. Wir haben das gelassen.

Und na ja, am dritten Tag hat es Christoph dann leider voll erwischt und lahmgelegt. 😯

Wir suchen heute noch nach der Quelle des Übels!

Wir glauben es war eine Mangostane. Du böse Frucht! 😉

Gaumenfreuden in Rai Leh

Gegessen wird in Rai Leh am besten nicht direkt am Strand bzw. auf dem Betonpflaster, sondern im Rai Leh Inneren.

Dort sind nicht nur die Preise besser, sondern auch die Küche.

Das Family Restaurant“ war nicht nur unser absoluter Favorit. Jeden Abend, während andere Restaurants aufgrund der Nebensaison vergeblich versuchten Kundschaft anzulocken, bekam man im Family Restaurant ohne warten keinen Platz.

So haben wir immer mittags dort gegessen und abends etwas anderes angesteuert und können daher gut vergleichen.

Wobei man sagen muss, dass das Meckern auf hohem Niveau ist. Die Küche der übrigen Restaurants ist auch köstlich, aber eben mit dem einen oder andern Makel verbunden. Zum Beispiel schlechtem Service, der Gerichte und Rechnungen verwechselt.

Auf dem Betonpflaster am Rai Leh East, wohin wir sowieso immer zurück mussten, wenn uns die Äuglein zufielen, lässt sich der Abend allerdings fantastisch mit einem Shake, Chang oder Cocktail in einem der doppelstöckigen Lokale mit Blick auf die Bucht ausklingen. Herrlich!

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Liebe Grüße Anna!

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Also ich lies mich da grade mit einer betörenden Kubanerin 🙂 durch euren Reise-Blog … und kann nicht mehr aufhören. Ihr habt echt Talent, die „einfachen“ Dinge wundervoll zu beschreiben.

Ah eine Kubanerin, na da passt der Name Ernesto ja. Auch eine schöne Vorstellung mit der Zigarre gemütlich schmokend vor unserem Blog…

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