Cape Range: Ningaloo Reef, Felskängurus & Flughunde

Worauf warten wir noch, auf geht’s zusammen mit euch zum Ningaloo Reef und in den Cape Range Nationalpark. Let’s drive!

Begleitete das Ganze zur besseren Orientierung gerne wieder auf der Karte:

Carnavaron: Das Früchte Paradies

Kommst du auf deiner Reise an Carnavaron vorbei, so lege dort auf jeden Fall einen Stopp ein, um dich mit Obst und Gemüse einzudecken.

Die Region scheint irgendwie alles anzubauen. Und du kannst dir das Obst direkt von den Plantagen holen.

Aber selbst wenn die gerade nicht für den Verkauf geöffnet haben oder du keine Zeit hast, dann schaue im Supermarkt, zum Beispiel im Woolworths, vorbei. Dieser war bei uns reichlich mit Früchten gefüllt, alles war regional und günstiger als bisher. Super!

Vorbei an Termiten Königreichen

Südlich von Exmouth und im Cape Range Nationalpark gibt es rechts und links der Straße Termitennester ohne Ende.

Kennen wir schon, denkst du dir?

Solche Oschis, 2 m hoch auch? Jaha, haste nicht gesehen oder? 😉

Wir wollten wissen wie sie sich anfühlen. Also hingegangen, „klopf, klopf, wer da?“.

Ok sie waren ordentlich hart. Habt ihr gut gemacht, ihr Termiten Baumeister.

Es sind die Spinifex Termiten, die die größten Termitennester Australiens bauen. Ein Königreich beherbergt Millionen von Termiten.

Die Königin und der König haben selbstverständlich ein eigenes Gemach. Wo die Königin hunderte von Eiern innerhalb von nur einer Stunde legen kann. 😯

Exmouth: Wo Emus spazieren

Exmouth, ein kleines Städtchen ganz im Nordwesten Australiens. Für viele, wie auch für uns, der Ausgangspunkt zum Cape Range Nationalpark und zum Ningaloo Reef.

Spazierende Emus begrüßten uns auf der Straße in Exmouth. Hatten wir schon gelesen, dass das hier üblich sei. Trotzdem eine Überraschung und echt cool, wenn man so etwas sieht.

Also immer schön vorsichtig in Exmouth. Und bitte auch nicht füttern!

Wir blieben eine Nacht in Exmouth, bevor es weiter in den Nationalpark Cape Range ging.

Da unser Camping Platz einen Pool hatte und es hier nach dem kühlen Süden ordentlich warm war, genossen wir den Nachmittag am Pool.

Uns war so gar nicht danach etwas zu tun. Wir waren der Meinung, dass wir uns das verdient hatten.

Arbeiten in der Sauna

Fürs Faulenzen hat uns der Baum auf unserem Campingplatz gleich mal bestraft.

Unser Van war am nächsten Morgen voller Harz. Das konnten wir so nicht lassen. Wir mussten das Auto ja auch noch in einem ordentlichen Zustand zurück geben.

Somit suchten wir uns, trotz schlechtem Gewissen in so einer trockenen Gegend, eine Möglichkeit unseren Van zu waschen.

Während Chris das Auto putzte, beschäftigte ich mich drinnen mit unserem Blog und war dadurch um eine Erfahrung reicher: wie es sich anfühlt in einer Sauna am Laptop zu arbeiten.

Man muss es halt ausnutzen, wenn man mal wieder Internetempfang und sowieso nichts zu tun hatte (ich konnte Chris in dem Moment nicht helfen).

Ach ja, Autowaschanlagen gab es in Exmouth natürlich keine. D.h. er hatte auch seinen Spass: mit Schwamm, Eimer und Gartenschlauch. 😀

Der Cape Range Nationalpark: Campen am Ningaloo Reef

Im Cape Range Nationalpark zu Campen gehörte mal wieder zu den vielen Highlights unter den Campingplätzen in Western Australia.

Da Nebensaison war, war gerade nicht viel los. Die Campingplätze sind aber in der Saison teilweise schon Wochen oder Monate im Voraus ausgebucht. Und das, obwohl es echt viele Plätze gibt.

Aufgrund der hohen Nachfrage wurde eingeführt, dass man Plätze vorbuchen muss. Inzwischen auch in der Nebensaison. Vorbuchen kann man hier auf der offiziellen Nationalparkseite.

Das geht im Cape Range netterweise auch direkt über die Tablets im Infozentrum, kurz bevor man in den Nationalpark fährt. Natürlich aber nur, wenn nicht schon alles ausgebucht ist.

Yardie Creek Campsite

Auf der südlichsten Campsite von allen waren kaum Menschen. Das Camp lag hinter einer Düne direkt hinter dem Meer. So toll mal wieder.

Das Meer war an dieser Stelle zwar, aufgrund der Algen, nicht klar, hell und einladend, wir sahen dafür ständig Schildkröten wie sie ihr Köpfchen aus dem Wasser reckten, um Luft zu holen.

Das verriet, was wir schon wussten, nämlich dass dort ein tolles Riff lauern musste, das Ningaloo Reef eben. Man sah auch die Riffkanten draußen auf dem Meer, wo das Wasser brach.

Das war wahrscheinlich eine der wenigen Stellen im Nationalpark, an denen das Riff nicht ganz nah an den Strand reichte.

Unsere Camp Hosts hatten ein Boot dabei und fuhren täglich damit raus. Wie schön. 🙂

Wir hatten uns diesen Spot wegen der Nähe zum Yardie Creek rausgesucht.

Es waren weniger Menschen hier, was schön war. Aber dafür waren zutrauliche Kängurus da und endlich konnte ich für euch die Rosakakadus (Pink Galah) auf einem Foto erwischen.

Die hatten uns quer durch Australien begleitet und waren jedes Mal ein schöner Anblick.

Wanderung zur Yardie Gorge

Die Wanderung zur Yardie Gorge können wir wärmstens empfehlen. Sie ist nicht allzu lang und man wird mit tollen Blicken runter in diese Schlucht und auf den grünen Yardie Creek belohnt.

Am besten ganz früh am Morgen starten. Erstens um in der Saison den Massen zu entfliehen, zweitens um die Hitze zu meiden und drittens erhöht man dann die Wahrscheinlichkeit ein Rock Wallaby zu sehen. Uhhh was ist das? 🙂 Ihr werdet sehen.

Zur Hochsaison sind sogar Bootstouren möglich. Ist sicher auch schön von unten anzuschauen.

Zusätzlich kommt dazu, dass Haie und Rochen bei hohem Wasserstand den Fluss hinauf schwimmen und dann ggf. bei Ebbe gefangen bleiben. Die kann man dann vom Boot aus, da es einen Glasboden hat, bewundern.

Was quietscht da im Busch?

Wir spazierten gerade, da hörten wir ein buntes Durcheinandergequietsche von der rechten Seite.

Ich folgte dem Geräusch und lokalisierte es in einem grünen Busch. Und wir wurden ganz schön überrascht, denn das komplette Buschwerk war vollbehangen mit Flughunden. Das war so toll. 🙂

Du bist kein Känguru, was bist du?

Wir folgten dem Wanderweg noch ein Stück weiter als bis zum ersten Aussichtspunkt. Es ging hinab durch einen trockenen Flusslauf und wieder hinauf.

Und was dort im kühlen Schatten saß, hätten wir beinahe übersehen.

Wir hatten es nicht zu hoffen gewagt, aber wie immer war Australien gnädig zu uns und wir sahen Rock Wallabies (Felskängurus).

Diese zeichnen sich aber wirklich gar nicht vom Felsen ab. Und wenn sie dann auch noch im Schatten sitzen, sieht man sie kaum.

Hätte uns auch locker passieren können, dass wir an ihnen vorbei laufen, ohne sie zu bemerken.

Die Yardie Gorge

Unsere Wanderung endete an der Klippe der Schlucht mit Blick auf den Mäander des Flusses.

In Felsenlöchern der Schlucht nisteten Papageien bzw. Kakadus. Die krächzten derart und es hallte von den Felswänden wider, dass es sich anhörte, als ob in den dunklen Löchern Harpyien lauern und nur darauf warteten bei Dunkelheit rauszufliegen und dich zu verschleppen.

So empfanden wir die Stimmung. Wunderschön mit einem leichten mythischen Horrortouch.

Strandtag in Cape Range

Am Nachmittag legten wir einen Strandtag ein. Immerhin waren wir hier an einem der schönsten Riffe. Und die Strände waren auch nicht ohne.

So legten wir einen kleinen Stopp bei der beliebten Osprey Bay mit ihrem riesigen Campingplatz ein. Plantschten aber in der Sandy Bay.

Eine flache, türkisfarbene wunderschöne Bucht. Weniger geeignet zum Schwimmen oder Schnorcheln, dafür eben zum Baden oder Surfen.

Schnorcheln am Ningaloo Reef

Bis wir fertig geplantscht hatten war auch schon wieder Flut.

Das hatten wir so geplant, um an den Oyster Stacks Schnorcheln zu können.

Das ist eines der Gebiete, in denen das Riff sehr nah an der Küste liegt. Aber aufgrund dessen eben auch kaum bei Ebbe erschnorchelt werden kann bzw. werden sollte, um das Riff nicht zu schädigen.

Leider nahm uns beiden aber unsere Schnorchelmaske den Spaß am Schnorcheln. Irgendwas passte nicht mehr und ständig lief Wasser in die Maske.

Schade, das Ningaloo Reef soll ein echtes Highlight sein. Ein bisschen was haben wir immerhin gesehen.

Aber zumindest kurz konnte ich den Moment unter Wasser genießen, als ich eine Schildkröte entdeckte und neben ihr herschwamm. Immer wieder eine faszinierende Erfahrung. So schön.

Schlafen am Tulko Beach

An diesem Tag wechselten wir noch den Campingort in Nationalpark und schliefen dann am Tulko Beach. Hier war einfach jeder Camping Platz schön, auch wenn wir den vorigen aufgrund der Nähe zum Meer und den wenigen Campern noch besser fanden.

Am Tulko Beach fanden wir leider eine tote Schildkröte. 🙁 Sie lag gerade so am Wasser, dass es sie noch umspülte, aber nicht wegzog. Durch die Wellenbewegung sah sie fast aus als würde sie noch leben, tat sie aber nicht.

Wir vermuten sie hatte wohl in der letzten Nacht Eier gelegt und es nicht zurück ins Meer geschafft. Darauf deuteten auch die Spuren im Sand hin.

Ein trauriges Ende für einen wunderschönen Tag.

Ich hoffe ihr habt  die Zeit im Cape Range Nationalpark mit uns genossen?

Liebe Grüße Anna & Chris!

Unser Video zum Cape Range Nationalpark findet ihr unten.

Am besten ihr abonniert gleich unseren YouTube-Kanal und aktiviert die Benachrichtigungsfunktion (Glockensymbol anklicken). Dann seid ihr immer auf dem Laufenden! 😉

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
Video-Link: https://youtu.be/X-REgQnLGPI

Dir gefällt unser Beitrag? Oder hat dir geholfen? Du würdest gerne etwas mehr erfahren oder einfach Anmerkungen hinterlassen? Schreibe uns unten einen Kommentar! 

Vorheriger Beitrag
Kalbarri Nationalpark: Blicke durch das Nature’s Window
Nächster Beitrag
Die Monkey Mia Delfine

Ähnliche Beiträge

6
Hinterlasse einen Kommentar

  Abonnieren  
Neuste Älteste Beste Bewertung
Benachrichtige mich zu:
Susi

zum Glück seid Ihr nicht verschleppt worden….haha….nochmal Glück gehabt in den Horrorfelslöchern
War schön mit Euch im Nationalpark! Wo gehts wohl als nächstes hin??

Susi

…und Video auch noch geguckt…. so ein “Schmankerl”, also die Quokkas sind echt herzallerliebst……….hab ich auch noch nie vorher gehört

Rudolf

Du schreibst tolle Beiträge mit Tips für Wanderer (noch ein Geheimtipp).
Wanderer – Weltreisender – Blog😚

Menü